Fasching , Carneval ,und mehr...

Als 1945 nach dem Krieg nach und nach die Männer wieder in der Heimat eintrafen und als nach 1948 das Geld wieder Geld war, dachte man bald wieder an Geselligkeit.So entstand in Erlenbach und Binswangen wieder Sportverein, Gesangverein und Musikverein.1951 bauten einige rührige Binswanger aus zwei Motorrädern eine Lokomotive und unter sachgemäßer Führung von Seppl Hirnstein und Rudolf Zartmann ging die Fahrt unter den Klängen der Blaskapelle des MVB nach Neckarsulm, wo die Binswanger mit ihrem Beitrag zum Fasching ganz gewaltiges Aufsehen erregten. Der Anfang war gemacht.Fortan gab es nicht nur den obligaten Faschingsball, 1956 gab es den ersten Elferrat unter Leitung von Klaus Weißberger.1958 kürte man das erste Prinzenpaar Liane Limbach und Reinhold Ester.Prinzenpaare gab es seither lückenlos bis heute.1958 stürmte man am Rosenmontag mit Holzgewehren,Holzkanone und Feuerwehrhelmen unter dem Komando von Edmund Spohrer und unter den Klängen des MVB das Erlenbacher Rathaus.Als 1964 die alte Sulmtalhalle eingeweiht wurde, war man schon fest etabliert.Die Prunksitzungen des MVB von Fred Herold und Seppl Bendeich geleitet,waren stets ausverkauft,Klein Mainz in der Sulmtalhalle,war das von der Heilbronner Stimme verliehene Prädikat.1976 trat man dem LWK,dem Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine bei.1980 drohte der MVB,der inzwischen ein Vereinsheim mit Gaststätte gebaut hatte,durch die Aktivität der Karnevalisten die Gemeinnützigkeit zu verlieren.Man trennte sich auf Anraten des Finazamtes. Die Geburtstunde des Carneval-Clubs Binswanger Boschurle war gekommen.Eugen Klein,seit 1972 Präsident der Karnevalsabteilung führte die Gründungsversammlung.Ihm folgten als Präsident Günter Breitling,Kurt Geiger, Wolfgang Scholl und jetzt Robert Schübel.

                          Woher das 
                 B
oschurle Kommt

Dieser liegt in der Geschichte und  im Binswanger 
Spottnamen Buschörle begründet.
1800-1813 hatte Binswangen im Gegensatz zu Erlenbach
sehr häufig Einquartierung durch Französische Trupen
Napoleons.Trotz hoher Ansprüche von Offizieren,
Unteroffizieren und Soldaten soll der Umgang mit ihnen
sehr offenherzig gewesen sein.So gewöhnten sich die Binswanger auch sehr schnell an der französichen Gruß "bon your"-guten Tag!
Als die französichen Besatzer längst abgezogen waren,hielten
die Binswanger noch einige Zeit diesen Gruß bei,was ihnen bald den Spottnamen Buschurle,(später fälschlicher-weise Wuschörle) einbrachte.Dieser bon-your-le
wurde zum Clubnamen des Vereins.

Geschichte Erlenbach

Erlenbach wurde vermutlich um 500 von den Franken, Binswangen um die gleiche Zeit von den Alemannen gegründet.
Erlenbach wurde anlässlich einer
Schenkung an das Kloster Hirsau im Jahr 1130 im Hirsauer Codex erstmals erwähnt,Binswangen in einem von Papst Alexander III.am 8.November 1176 ausgestellten Schutzbrief.Beide Orte gehörten zu dieser Zeit zur Herrschaft Scheuerberg der Herren von Weinsberg.Später gelangten sie an Kurmainz und von diesem am 27.Mai 1484 im Tauschweg an den Deutschen Orden.Dort gehörten Erlenbach und Binswangen zur Ballei Franken.Nach Auflösung des Deutschordensstaates kamen sie 1805 an Württemberg und wurden dort dem Oberamt Neckarsulm zugeteilt,das 1934 in Kreis Neckarsulm umbenannt wurde.Am 1.April 1935 wurden Binswangen und Erlenbach unter dem Namen Erlenbach zusammengeschlossen.
Mit Auflösung des Kreises Neckarsulm kam Erlenbach am 1.Oktober 1938 zum Landkreis Heilbronn.Durch die aus Einwohnerwachstum resultierende Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg sind Erlenbach und Binswangen zu einem Ort zusammengewachsen.