Fasching , Carneval ,und mehr...

Pippi Langstrumpf und viel nackte Haut
(27.Februar 2010)

Neckarsulm - Männer und Ballett, das passt doch nicht. Passt doch! Das bewies der Carnevals Club Binswanger Boschurle bei seinem siebten Unterländer Männerballett-Turnier in der Dahenfelder Hüttberghalle. Parkplätze waren schnell Mangelware, und die Halle selbst war zum Bersten gefüllt.Vom Odenwald und sogar der Schwäbischen Alb kamen die tanzfreudigen Männer nach Dahenfeld. Entsprechend gestresst traf Boschurle-Präsident Robert Schübel hinter der Bühne noch in letzter Minute Vorbereitungen, ehe das Turnier starten konnte. Immerhin hatten elf Männerballett-Gruppen nur ein Ziel an diesem Abend: den Wanderpokal.


Klassiker Los ging es mit den Hauganarra Essingen. Sie führten die Zuschauer durch eine musikalische Zeitreise, angefangen beim Beatles-Klassiker "Twist and Shout". Der Carnevalclub Massenbachhausen gestaltete die Bühne schnell in die Villa Kunterbunt um, und wenig später hüpften gleich zehn Pippi Langstrumpfs durch die Gegend. Bewusst männlich ging es dagegen bei den "Hottest Boys aus Hardtheim" zu. Mit Sonnenbrille und tief ins Gesicht gezogenem Hut ließen sie die Frauenherzen höher schlagen. Die Männer der Carneval-Gesellschaft aus Heilbronn setzten gar auf eine heiße Striptease-Nummer. Trotz aller Bemühungen ließ sich die Jury, die dieses Jahr ausschließlich aus Frauen bestand, aber nicht beeinflussen.

Für Abwechslung sorgte die Zwischeneinlage der Kinder-Männerballett-Gruppe der Jagstfelder Hühnerlaus-Narren, die zu Zugaberufen führten. Auch die Frauen ließen sich nicht lumpen. Die Bauchtanzgruppe aus Hardthausen ließ die Hüften kreisen. Kurzerhand spannte Moderator Ralf Sauselen auch Präsident Robert Schübel ein, der die Frauen bei ihrer Bauchtanzeinlage unterstützen sollte.


Siegerfoto Ihre weibliche Seite entdeckten auch die Gezemer Narren. Netzstrumpfhose, Lackkorsett und dazu die Musik von Heidi reichten am Ende zum dritten Platz. Die starken Neulinge der Gäässbockboys aus Adelsheim stellten ein Rugby-Spiel nach − inklusive Cheerleader. Die musikalische Vielfalt reichte dabei von klassischen Melodien bis zu harter Metall-Musik.


 

Tänzerisches Talent war bei den Gäässbockboys deutlich zu erkennen. Die Jury belohnte das mit einem guten zweiten Platz. Überlegener Sieger wurde der Carnevalsverein Grabbenhausen. Als Polizeikadettinnen verkleidet, versprühten die Männer von der Schwäbischen Alb den meisten Spaß. Gefeiert wurde anschließend ausgelassen mit den anderen Siegern auf der Bühne. Die Lichter in der Hüttberghalle gingen in der Nacht von Samstag auf Sonntag erst spät aus.

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                                                                                                Quelle: Stimme.de

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Binswanger Narren geben den Ton an
(15.Februar 2010)

Erlenbach - Am Rosenmontag geben in Erlenbach traditionell die Binswanger den Ton an. Genauer gesagt, die Binswanger Boschurle. Rund 100 Fußgruppen, Wagen und Kapellen verwandeln beim 53. Faschingsumzug des Carnevals-Clubs die Sulmtalgemeinde in ein närrisches Tollhaus. Zugmarschall Beate Deiber schätzt die Zahl der Aktiven, die vom Becker-Gelände bis zur Sulmtalhalle marschieren auf bis zu 2500. Am Straßenrand jubeln tausende Zuschauer dem Gaudiwurm mit kräftigen Helau-Rufen zu.


Fetzige Rhythmen, farbenprächtige Kostüme, tanzende Garden und jede Menge Süßigkeiten bei strahlendem Sonnenschein: Der Wettergott meint es gut mit den Binswangern. Und Beate Deiber hatte noch mehr Grund zur Freude: "Wir werden immer größer", zeigt sich die Umzugsorganisatorin hochzufrieden mit der Resonanz der befreundeten Karnevalsvereine im Unterland und darüber hinaus.

 

Die weiteste Anreise hatten in diesem Jahr die Narrenzunft Schweikheim und die Lorcher Fasnetsgesellschaft. Ein Heimspiel hatten neben den Boschurle selbst die Sulmtaler Power-Frauen, die diesmal als Waschweiber unterwegs sind. "Wir sind einfach ein paar Frauen in Erlenbach, die mit geringstem Aufwand den größtmöglichen Spaß haben wollen", sagt Marina Rosendorf. Dass einige von ihnen Schnurrbart tragen, erklärt Peter Dierolf so: "Es gibt bei uns eben nicht genug Frauen mit Power."

Eintritt verlangen die Binswanger für ihren Umzug nicht. Dafür gehen die Narren mit dem Klingelbeutel durch die Menge. "So kann jeder geben, was er will", sagt Mandy Fischer. Für einen Schein gibt es ein Schnäpschen, das Mandy Fischer im Gürtel um die Hüften dabei hat.

Justine Bantel hat derweil ganz andere Probleme. Denn die Binswanger Hexen haben einen ganzen Wagen voller Stroh dabei, mit dem sie die Zuschauer am Straßenrand kräftig einreiben. "Das juckt ganz schrecklich und ist richtig ekelig", sagt die Weinsbergerin und holt reichlich Stroh unter ihrem Pullover hervor.



Die nachfolgenden Rappenauer Hexen haben zwar reichlich Besen dabei. Aber anstatt das viele Stroh von der Straße zu kehren, jagen sie lieber junge Frauen, die kreischend durch die Straßen flüchten. Bei Temperaturen um Null Grad sorgt das närrische Volk mit Tänzen und Gesängen dafür, dass niemand kalte Füße bekommt. Klaus Varga hat seine eigene Methode. Ein bisschen Glühwein und das Mexikanerkostüm vom vergangenen Jahr. "Eigentlich wollte ich als Bauer gehen, aber für Kniebundhosen und nackte Waden ist es zu kalt", sagt der Vorsitzende des Musikvereins Erlenbach.

Dem Gaudiwurm folgt ein Stelldichein der Guggenmusiker auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Sechs Kapellen sorgen für mächtig Krach. Währenddessen gehen die kleinen Besucher in die Sulmtalhalle. Dort findet zum Ausklang der traditionelle Kinderfasching statt.

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                                                                             Quelle: Stimme.de

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Im Galopp durch den Wilden Westen
(13.Februar 2010)

Erlenbach - Der Wildwest-Saloon Sulmtalhalle ist am Samstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Und gleich zu Beginn steigt der Carnevals-Club Binswanger Boschurle (CCBB) mit einer imposanten Eröffnungsshow in seine Prunk- und Kostümsitzung ein. "Der Schuh des Manitu" ist der Beginn für fünf Stunden kurzweilige Unterhaltung mit einem exzellenten Programm und phantasievollen Kostümen.
Regentenpaar Nach dem gelungenen Aufwärmen und dem Einmarsch der Aktiven zu den Klängen der Guggenmusiker Schnoogebatscher aus Binau, begrüßt Präsident Robert Schübel die Gäste. Es folgt die Proklamation des Regentenpaares, Prinz Daniel I. von Korn und Hefe und Prinzessin Nadja I. von den wilden Knirpsen, sowie die Vorstellung der Symbolfiguren. Dann übernimmt Ralf Sauselen die Zügel und führt in den nächsten Stunden souverän durch den Wilden Westen.
Ob Kükengarde, Boschurle Fegerle, Boschurle Funken, Rote Garde, das Tanzpaar Ciara und Fabian oder die Tanzmariechen Laura und Wirbelwind Melina - der Verein ist gut aufgestellt. Da werden die Beine durch die Luft gewirbelt und Spagats ohne Ende auf die Bretter geknallt. Doch die tanzende Zunft ist längst keine Mädchendomäne mehr, auch einige smarte Jungs haben sich untergemischt und machen ihre Sache sehr gut.Bei der CCBB-Playback-Gruppe, die sich seit dieser Kampagne Musikpiraten nennt, kommt die Musik zwangsläufig aus der Konserve. Dennoch ist ihr Auftritt ein echter Hingucker. Das elfköpfige CCBB- Männerballett sorgt kurz nach Mitternacht und vor dem großen Finale nochmals für einen Höhepunkt.
Einen Augenschmaus und sportliche Höchstleistungen bietet auch die Showtanzgruppe des CGH Heilbronn mit einem Abba-Medley.Gehörig eins auf die Ohren bekommt die Narrenschar nochmals von den Guggenmusikern aus Binau. Den Rest besorgt der Musikverein Binswangen unter der Leitung von Manfred Keicher, verantwortlich für Tuschs sowie Tanz- und Schunkelrunden. Auch Jonny Chris, alias Christian Seitz aus Murr, bringt mit Country- und Westersongs nach einer kurzen Pause ordentlich Stimmung in den Saal.
"Siiiiie" darf natürlich nicht fehlen, auch nach 25 Jahren nicht: Aufs Fräulein Schlepperle (Willi Keicher) hat das Narrenvolk besonders gewartet. Umwerfend komisch und nicht wegzudenken beim Binswanger Fasching ist Eckehard "Egges" Leis als "die doof Nuss".
Blödsinn Jede Menge Witz, Kalauer und Blödsinn auf der Pfanne hat auch der Külsheimer Dieter Zirkelbach, der als "glücklich verheiratete Frau" einiges vom Stapel lässt. Und bekanntlich fällt der Apfel nicht weit vom Birnbaum: Junior Luigi Zirkelbach schickt sich an, in die Fußstapfen von Papa zu treten. Jedenfalls war sein Vortrag mit Kumpel Erwin Miller über Erlebtes bei der Bundeswehr nicht von schlechten Eltern.

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                                                                                        Quelle: Stimme.de

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 Binswanger Boschurle feiern mit Behinderten
(30.Januar 2010)

Heilbronn - Die Nonne im Rollstuhl klatscht begeistert, als die Binswanger Boschurle mit fröhlicher Musik im großen Saal der Beschützenden Werkstätte Einzug halten. Im Hexenkostüm tänzelt wenig später die 29-jährige Ute Spahn aus Eppingen an den anderen Zuschauern vorbei ins Publikum. "Sie tanzt mir die ganze Woche schon vor", erzählt Werkstattleiter Christof Sanwald.
"Unsere Leute fiebern immer schon darauf, wann es wieder so weit ist."

 

Zum 42. Mal feiert der Erlenbacher Carnevals-Club nun schon mit den Behinderten in Böckingen. Über all die Jahre hat sich eine gute Gemeinschaft entwickelt. Bis zum narrenkrummen Jubiläum in zwei Jahren, wenn sich die Besuche auf 44 summieren, soll ein Elferrat aus den Reihen der Werkstättler zusammengestellt worden sein. Günter Franzen, Ricardo Deist, Stefan Schwarz und Andreas Doll gehören schon dazu. Und sie kommen ihrer närrischen Verpflichtung gewissenhaft nach. "Der Herr Franzen", erzählt der Beschützende-Vorsitzende Hans-Christoph Ketelhut, "hat mich heute Morgen schon mehrmals darauf hingewiesen, dass ich heute unbedingt hier sein muss."



Mit bemerkenswerter Gelassenheit sieht der 30-jährige Hannes Wiebauer zu, wie sich vorn im Saal all jene tummeln, die als Neue in den Elferrat möchten. Er hat sich mit Warnweste und Mütze als Polizist verkleidet und wichtige Aufgaben auf seine Hose geklebt: "Frauen und Kindern zuerst helfen", steht da, "Vorsicht im Straßenalltag" und "Flüchtigen festnehmen". Ob er nicht auch in den Elferrat will? "Ja", sagt er. "Aber ich will der Elfte sein."
Als Ratsmitglieder Nummer Fünf und Sechs werden diesmal Markus Kleiner und Karl-Heinz Wolf gezogen. Feierlich bekommen sie ihre rotbunten Westen angezogen und ihre Kappen aufgesetzt. Dann geht es weiter im lebhaften Programm: Tanzmariechen und Kükengarde, Prinzenpaar und Musikpiraten garantieren fröhliche Stunden.

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                                                                        Quelle: Stimme.de