Fegerle, Musikpiraten und Mostteufel

Der ganze Stolz des Binswanger Carnevals-Clubs: Die Rote Garde, die sich selbst trainiert,
war einer der Höhepunkte beim Ball
Erlenbach - Ordensbälle sind immer eine besondere Sache. Einmal geht es richtig rund wie bei Prunk- und Kostümsitzungen mit atemberaubenden Tänzen und viel Akrobatik sowie mit ohrenbetäubendem Rambazamba von und mit Guggenmusikern. Dazwischen gibt es immer wieder Ordensrunden, bei denen die Abordnungen zahlreicher Gesellschaften auf die Bühne gerufen und unzählige Orden, Geschenke und natürlich jede Menge Dreifachbusserln ausgetauscht werden. Kurze und knackige Reden gehören ebenfalls dazu.
40 Gesellschaften Der Carnevals-Club Binswanger Boschurle (CCBB) hatte am vergangenen Samstag bei seinem Ordensball in der Dahenfelder Hüttberghalle knapp 40 Gesellschaften zu Gast. Bis die alle abgefertigt waren und CCBB-Präsident Robert Schübel sowie "Vize" Ralf Sauselen zum Finale aufrufen konnten, stand der Zeiger der Uhr kurz vor Mitternacht. Zuvor ging es Schlag auf Schlag, ein Programmpunkt jagte den anderen.
Sauselen ließ sich im Hexenkessel der Gastgarde Ittlinger Käfer auf die Bühne schieben −
bis zur Hüfte im "Wasser".

Pünktlich um 19.31 Uhr wurde es laut im Eingangsbereich der Hüttberghalle: Die Guggenmusiker Morschbachdeifel aus Bad Wimpfen führten die Aktiven − diesmal etwas dezimiert, denn viele der CCBB-Mannschaft standen fleißig hinter dem Tresen − in den vollbesetzten Narrensaal. Empfangen wurden sie von den elegant wie farbenprächtig gekleideten Besuchern stehend und rhythmisch klatschend. Schnell war auch der diesjährige Faschingsschlachtruf im ganzen Saal verbreitet:
"Asia-Boschurles neuster Schrei: Geisha, Rikscha, Samurai".
Der erste Höhepunkt folgte auf dem Fuß: Einmarsch des kürzlich gekürten Prinzenpaares. Bis Aschermittwoch regiert bei den Boschurlen Prinz Nicolai I. vom Narrenblut und Saxobeat und Ihre Lieblichkeit Samanda I. Prinzessin aus Liebe. Ihnen zur Seite stehen die Symbolfiguren, Weinfee Ulrike und Mostteufel Micha, sowie die Jugendsymbole, Weinfee Elena und Mostteufel Mike. Und richtig Stimmung kommt gleich beim ersten Programmpunkt auf
Der Auftritt von 14 kleinen Schmetterlingen, auch Kükengarde genannt.

Tanzmariechen Als Wirbelwinde erwiesen sich dann die CCBB-Tanzmariechen Melina und Laura. Doch besonders publikumswirksam war der Auftritt des neuen Tanzpaares "Aurelia und Ruben", sechs und zehn Jahre alt. Für kurzweilige Unterhaltung sorgten weiter die Tänze der CCBB-Fegerle, der Boschurle-Funken, der Roten Garde und der CCBB-Showtanzgruppe. Originell sind ferner die Auftritte des CCBB-Männerballetts und der Playback-Gruppe Musikpiraten. Kräftigen Applaus heimsten auch die "Gastgeschenke" ein: Das Männerballett aus Wiesenbach, die Blaue Garde der Sulmtalnarren Ellhofen, die Ittlinger Showtanzgruppe und die der CGH Heilbronn.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Vom Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine (LWK) geehrt wurden zahlreiche verdiente CCBB-Mitglieder mit der Verdienstmedaille, dem Verdienstorden in Silber und Gold sowie dem Großkreuz des LWK. Den Großen Verdienstorden am Bande erhielten Janni und Petra Kelesidis. An Beate Daiber (Zugmarschall) verliehen wurde gar der "Hirsch am Goldenen Vlies".
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Vom CCBB-Virus befallen

Freuen sich auf die fünfte Jahreszeit: Präsident Robert Schübel (v.l.), Samanda I., Nicolai I. und dessen Vater Ralf Sauselen, Sitzungspräsident beim CCBB.

Erlenbach - Das Rathaus wurde nicht gestürmt. Auch von der Verwaltung wurde kein Schlüssel zur Machtübernahme an die Narren übergeben. Und Böllerschüsse, um den schlafenden Faseputz zu wecken? Fehlanzeige. Der Auftakt am 11.11. ging beim Carnevals-Club Binswanger Boschurle (CCBB) war kein Tag für die Zaungäste. Doch für das närrische Publikum zündeten die Carnavalisten am Freitagabend in der Sulmtalhalle zweieinhalb Stunden lang ein närrisches Feuerwerk, das Lust auf mehr machte.
Alle versammelt Die fünfte Jahreszeit wurde also pünktlich auch an der Sulm eingeläutet − wenn auch erst um 19.31 Uhr. Und quasi zum Warmlaufen und als Generalprobe für den Ordensball am 26. November in der Dahenfelder Hüttberghalle schickten Präsident Robert Schübel und Sitzungspräsident Ralf Sauselen so ziemlich alle 100 Aktive auf die Bühne.
Schon seit Wochen laufen im CCBB-Vereinsheim und hinter verschlossenen Türen die Vorbereitungen für die 32. Kampagne der Boschurle und der 54. in der Weinbaugemeinde auf vollen Touren. Natürlich klappte noch nicht alles wie am Schnürchen, noch braucht es bis zu den nächsten Auftritten ein wenig Feinschliff. Es gab aber auch schon sehr überzeugende Darbietungen. Wie jener der beiden Tanzmariechen Melina und Laura, des neuen Tanzpaares Aurelia und Ruben, der Roten Garde und der Boschurle Funken sowie der Showtanzgruppe NSG. Deren Aufführung war schon fast perfekt und sehr originell noch dazu. Kükengarde und Boschurle-Fegerle stehen ihnen nicht viel nach. So sorgten rund 120 fliegende Gardebeine und die Musikpiraten gleich auf Anhieb für gute Laune und viel Helau.
Die Reise des CCBB-Narrenschiffs geht heuer nach Fernost.
Deshalb lautet das Motto: "Asia − Boschurles neuster Schrei: Geisha, Rikscha, Samurai".
Auch der aktuelle Saisonorden, der beim Auftakt schon zahlreich vom neuen Prinzenpaar mit Küsschen den Aktiven umgehängt wurde, trägt dieses Motto.
"Ich hab’ Gänsehaut am ganzen Körper", gesteht Weinfee Ulrike, die mit ihrem Gatten, dem grimmigen Mostteufel Micha, nun in der dritten Kampagne die Symbolfiguren des Vereins mimen. Kurz zuvor hatte Präsident Robert Schübel den Einmarsch des 54. Prinzregentenpaares angekündigt. Deren Namen gilt seit jeher als das wohl bestens gehütete Geheimnis bei den Boschurlen. "Bis vor wenigen Minuten habe ich es nicht gewusst", bestätigt glaubwürdig die Weinfee, obwohl das Ehepaar Wörner mit der Familie Sauselen befreundet ist.
Arbeit verbindet Nun: Die Würdenträger in der Kampagne 2011/2012 sind Prinz Nicolai I. vom Narrenblut und Saxobeat sowie Ihre Lieblichkeit Samanda I. Prinzessin aus Liebe. Das sympathische Paar, er 21 und sie 19 Jahre jung und aus Schorndorf stammend, sind seit drei Jahren befreundet. Gefunkt hat’s bei den beiden während ihrer Ausbildung zum Sozialversicherungskaufmann.
Bei Nicolai stimmt wohl auch der Spruch: Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum. Denn der Sohnemann, so Vater Ralf, sei bereits 1994 vom CCBB-Virus befallen worden. Seit einigen Wochen ist klar: "Dieses Mal werde ich die Regentschaft übernehmen", so Nicolai, dessen Traum es schon immer war, einmal Faschingsprinz zu werden.
Quelle: Stimme.de
Riesenspektakel begeistert Zuschauer
Erlenbach - Nicht nur das strahlende Wetter spielte hervorragend mit: Zu schmetternder Musik und üppigem Bonbonregen herrschte ausgelassene Feierstimmung beim Rosenmontagsumzug der Binswanger Boschurle, der sich mit farbenprächtigen Narren zu Fuß und auf liebevoll gestalteten Motivwagen durch den Ort bis zum Kinderfasching in der Erlenbacher Sulmtalhalle zog. Insgesamt 115 Gruppen aus 40 Vereinen waren gekommen, um am Erfolg der 53. Auflage des närrischen Zugs mitzuwirken.

Organisation Bestens gelaunt und ideenreich präsentierte sich der Gaudiwurm, den Zugmarschall Beate Daiber organisiert hatte. "Vor einem halben Jahr habe ich die ersten Vereine angeschrieben", erzählt sie. Schon seit dem Morgen ist sie unterwegs, um den Erlenbacher Rathausbrunnen farbenfroh zu schmücken.
Begleitet von fetziger Musik setzt sich der Zug fast pünktlich um 13.31 Uhr in Bewegung. Als Hausherren sind die Boschurle mit ihren Garden, den Symbolfiguren, den Träuble und dem Prinzenpaar an der Spitze. Mit ihren giftgrünen Schwellköpfen mittendrin sind die Schweizer Guggenmusiker aus St. Gallen, die den weitesten Weg zurückgelegt haben und bei so manchem Besucher am Straßenrand für rhythmisch zuckende Bewegungen sorgen. Beim Anblick des Donnergesindes werden die Augen von großen und kleinen Narren am Straßenrand groß: Zeichnen sie sich doch durch handgeschnitzte Holzmasken und einer Frisur aus echtem Pferdeschweif aus. "Das ist ein Riesenspektakel", sagt Gesindemeister Markus Westrich. "Man kennt fast jeden, das ist wie eine Riesenfamilie", versichert der Weinsberger. Ein Lob, dem sich Thomas Glaser von der Sindelfinger Karnevalsgesellschaft anschließt. Der Musikzug und die Schwätzweiber mit Häs sind im dritten Jahr dabei. "Hier ist es einfach gemütlicher, und das Volk ist viel besser drauf", urteilt er.
Langsam und immer wieder stockend, bahnt sich der närrische Zug seinen Weg. Gleich vor ihrem Haus hat sich Monika Stellwag einen der besten Plätze gesichert und Bekannte auf das extra herbeigeschaffte Bänkle eingeladen. "Das gehört einfach dazu", betont die Binswangerin. Schließlich kommt auch die Drachenrudermannschaft aus Eberstadt vorbei. "Es macht Spaß und bringt gute Laune", meint Rosa Quitadamo über den Umzug.
Kälteschutz Immer wieder Bonbons für die Kinder, Brotteige für die Erwachsenen: Passend zum Binswanger Motto "Afrika, Afrika" treten die Landfrauen in ihrem Motivwagen als hüftrockschwingende Tänzer "vom Stamme der Erlenbächer und Binswenger" in Erscheinung. Gut gesichert gegen die Kälte mit drei Lagen Kleidung und Skiunterwäsche inklusive, wie Gisela Hammel verrät. "Bonbons, tolle Wagen und gute Musik" findet Timo Brücke (9) aus Neckarsulm gut, der mit der Familie gekommen ist.
Quelle: Stimme.de
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Närrisches Feuerwerk der Boschurle
Erlenbach - Erst um kurz vor eins ist endgültig Schluss. Zuvor ist der Carnevals-Club Binswanger Boschurle (CCBB) bei seiner Prunk- und Kostümsitzung am Samstagabend fast sechs Stunden lang ganz rasant unterwegs. Eine tolle Mischung aus Tanz, Musik, Wortbeiträgen und Schunkelrunden lassen "Afrika − Afrika" zum magischen Ereignis des Staunens werden. Die Boschurle brennen vor 500 Gästen mit über 200 Aktiven in der Sulmtalhalle ein exzellentes närrisches Feuerwerk ab.
Eröffnungsshow Das erste dreifach donnernde "Binswangen Helau" verdienen sich die CCBB-Aktiven mit einer famosen Eröffnungsshow, einem Auszug aus dem Musical "König der Löwen". Die gesamte Tierwelt der Serengeti, Stammeshäuptlinge, furchterregende Medizin- und Buschmänner sowie Mutter Erde begegnen dem Zuschauer auf dem Flug in den "schwarzen Kontinent".
Danach dürfen auch die Elferräte, Prinzenpaare und Symbolfiguren aufmarschieren. Die Narrenschar wird angeführt von den Guggenmusikern "Äschebäscher" aus Pfaffenhofen, die später, mit teuflisch bemalten Gesichtern und rot-schwarz gekleidet, dem Narrenvolk eine halbe Stunde lang mit feurigen Rhythmen kräftig einheizen.
Flott unterwegs sind auch die CCBB-Musikpiraten mit einem Auszug aus der afrikanischen Musikwelt. Und schnell eine weibliche Fangemeinde um sich geschart hat "Howie" Carpendale alias Martin Rascher. Ohne Zugabe darf der Untereisesheimer nicht von der Bühne. Die Zügel fest in der Hand halten die CCBB-Präsidenten Robert Schübel und Ralf Sauselen sowie Manfred Keicher mit seinen Musikern vom Musikverein Binswangen.
Unübersehbar: Der CCBB hat eine Vielzahl toller Tänzerinnen und Tänzer. Das fängt bei den wirklich Kleinen der Kükengarde an, setzt sich fort in den Marsch- und Showtänzen der Boschurle-Fegerle und Funken, der Roten Garde und der neuen Showtanzgruppe NSG. Und die Tanzmariechen Melina und Laura knallen ein ums andre Mal im Spagat auf die Bühnenbretter. Auch das Tanzpaar Ciara und Fabian präsentiert sich als gut ausgebildetes Eigengewächs. Bei so viel, überwiegend weiblichem Schwung, wollen auch die Männer nicht abseits stehen. Das CCBB-Männerballett findet die richtige Balance mit Baströckchen und Stewardessen-Outfit. Das kreischende Publikum verlangt eine Zugabe und erhält sie.
Gasttänzer Auch die tänzerischen Gastbeiträge, die Showtanzgruppe der CGH Heilbronn und das Männerballett aus Murr, haben Klasse.
Und dann sind da noch die Wortbeiträge, bei denen das begeisterte Publikum jede Menge Witz, Kalauer, Klamauk, Jux und Tollerei auf die Ohren und zu sehen bekommt: Von Günter Siegloch aus Ellhofen als Karl Scheifele, von den CCBB-Aktiven Willi Keicher (Fräulein Schlepperle) und Ekkehard Leis (Die doof Nuss) sowie von einem Quartett aus Aschhausen. Abgerundet wird das Ganze dann noch vom "Eulenspiegel aus der Pfalz".
Quelle: Stimme.de
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Beschützende Werkstätte feiert mit Boschurle
Böckingen - Mit einem dreifachen "Binswangen: Helau! Beschützende: Helau! Boschurle: Helau!" begrüßt Robert Schübel, Präsident der Binswanger Boschurle, am Samstag die Gäste. Zum 43. Mal feiert der Carneval Club nun Fasching in der Beschützenden Werkstätte in Heilbronn-Böckingen. 200 Stühle waren aufgestellt und jeder einzelne ist besetzt. Bereits Wochen vorher sei die Freude riesengroß, erklärt Christof Sanwald, Werkstattleiter und Mitorganisator. Das Programm für den Nachmittag kann sich sehen lassen: Tanzmariechen, Gardetänze und ein Männerballett. Auch das bekannte Fräulein Schlepperle alias Willi Keicher tritt wieder auf. Dass jeder im Verein mitzieht, ist für Schübel klar: "Man muss nur den Termin bekannt geben, und es sind alle dabei."

Herzlich
Die Behinderten singen und klatschen, viele stehen auf und tanzen mit. Dass hier alles sehr ungezwungen ist, gefällt auch den Anwesenden. "Bei anderen Veranstaltungen stehr das Publikum nur steif da, hier sind die Leute sind richtig motiviert.", sagt Urban Bauer aus Neckarsulm. Auch Pia Weller aus Untergruppenbach ist begeistert: "Das ist so ein dankbares Publikum. Die Leute machen richtig mit und die Stimmung ist sehr herzlich."
Der Höhepunkt für die Behinderten ist die Ernennung der zwei neuen Elferräte. Heute sind es Oliver und Thomas, die voller Stolz eine der bunten Westen überreicht bekommen. Seit 2008 werden jeweils zwei Vertreter der Beschützenden Werkstätte im Elferrat aufgenommen. Diese übernehmen auch Aufgaben im Programm. Günter Franzen ist beispielsweise der Zeremonienmeister. Mit seinem geschmücktem Stab begleitet er jede Gruppe auf die Bühne.
Wenn der Besuch der Boschurle nächstes Jahr sein närrisches Jubiläum feiert ist der Elferrat komplett. "Dann wird das Fest noch größer", verrät Schübel. Man könne sich auf etwas gefasst machen. atz
Fasching grüßt mit Auszeichnungen
Die neue Showtanzgruppe (NSG) des
CCBB überzeugte gleich bei ihrem ersten öffentlichen
Erlenbach - Diesmal geht die Reise nach Afrika. So ziert denn auch "Afrika-Afrika − das magische Ereignis des Staunens" den neuen Saisonorden des Carnevals-Clubs Binswanger Boschurle (CCBB). Der wurde beim Ordensball in der randvollen Dahenfelder Hüttberghalle zu Hauf um den Hals zahlreicher Karnevalisten aus nah und fern gehängt. Dabei wurde geküsst und geherzt, was das Zeug hielt.
40 Gesellschaften Präsident Robert Schübel und Sitzungspräsident Ralf Sauselen riefen in mehreren Ordensrunden die Vertreter von knapp 40 Gesellschaften auf die Bühne. Unter ihnen waren auch Vertreter der Mainzer Freischützengarde, drittgrößte Vereinigung in der Karnevalshochburg, Mitglieder der Dachorganisation Wiesbadener Karneval und eine Delegation aus Straßburg. Erstmals dabei war ein Komiteemitglied des SCC Bad Schwalbach.
Roland Holm, ehemaliger Außenminister des CCBB, hatte bei diesem Quartett einmal mehr die Fäden gezogen. "Die Stimmung hier ist einfach riesig", schwärmte Michael Marxen, Ehrensitzungspräsident in der Mainzer Garde. Bei der gewaltigen Aufwartung hatte das 53. Binswanger Prinzenpaar, Prinz Hendrik I. von den splitternden Scheiben und Prinzessin Birgit III. Freiherrin über das Volksersparte, alle Hände voll zu tun. Flankiert wurden sie auf ihren hoheitlichen Sesseln vom grimmigen Mostteufel Micha und der lieblichen Weinfee Ulrike.
Bereits beim Auftakt vor zwei Wochen waren fast alle CCBB-Aktiven mit dem Saisonorden dekoriert worden. Am Samstag kamen für eine große Anzahl von ihnen noch LWK-Orden, Medaillen und Großkreuze hinzu. Eine seltene Auszeichnung aus den Händen des LWK-Präsidenten Bernd Lippa erhielt Nicole Corigliano: Ihr wurde der Verdienstorden in Silber des Bundes Deutscher Karnevalsvereine (BDK) verliehen.
Budenzauber Für kurzweilige Unterhaltung zwischen den Ordensrunden sorgten die tanzende Zunft des CCBB einschließlich Musikpiraten und Männerballett. Herausragend waren dabei: Die neu eingekleidete Rote Garde und die neue Showtanzgruppe, auch NSG genannt. Doch auch die tanzenden Gastgeschenke hatten Pep und waren durchweg eine Augenweide. Für einen mordsmäßigen Budenzauber sorgten schließlich die Guggenmusiker "Sulmtalfetza". Erst nach viereinhalb Stunden und kurz vor dem ersten Advent fiel die letzte Klappe − und das Prinzenpaar müde in die Sessel.
Quelle: Stimme.de